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Die Aeneis

Profil

Autoren Olivier Kemeid
Damen 3
Herren 4
Übersetzer Frank Heibert 
Bereich Sprechtheater 
Genre Schauspiel 

Synopse

Der kanadische Autor Olivier Kemeid hat Vergils Epos von der Flucht des Aeneas aus dem brennenden Troja auf berückende Weise in ein Bühnenstück über zeitgenössische Flüchtlingsschicksale verwandelt. Mythische Motive, wie die Irrfahrt über See, der Abstieg in die Unterwelt, die Suche nach der verheißenen Heimat, gingen bereits bei Vergil auf Homer zurück. In Olivier Kemeids Fassung setzen sie den Grundton, der die Überzeitlichkeit, aber auch die emotionale Kraft und Grausamkeit des Themas angemessen spiegelt. Doch die Welt, der Kemeids Figuren entstammen, ist hoch aktuell. Szenarien von Schleuserkriminalität und Auffanglagern, von Einwanderungsbürokratie und verzweifelten Fluchtversuchen scheinen uns durch Medienberichte nur allzu vertraut. Die spannungsreiche Gratwanderung zwischen gegenwärtigen und mythischen Motiven setzt sich auch bis in die sprachliche Gestaltung fort. Die streng rhythmisierte Form, angefüllt mit rauer Poesie und zeitgenössisch lakonischem Ton, hat Frank Heibert kongenial ins Deutsche übertragen. Kemeids Text scheut dabei auch nicht vor dem Pathos zurück, der ins Überzeitliche verweist.