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Fliegen will ich – Der Widerstand der Cato Bontjes van Beek

Profil

Autoren Dagmar Brendecke
Damen 2
Herren 2
Aufführungsgeschichte UA 7. März 2012 Badische Landesbühne Bruchsal 
Bereich Sprechtheater
Genre Jugend, Schauspiel 
Alter 12

Synopse

14 Mal hört die 22-jährige Cato Bontjes van Beek hinter dem Vorhang stehend das Fallbeil, bis sie an jenem Abend des 5. August 1943 selbst hervortreten muss und hingerichtet wird. Ihr Vergehen: Sie hatte Flugschriften, die zum Widerstand gegen das Naziregime aufriefen, vervielfältigt und verschickt. „Alle haben immer nur geredet, aber getan hat keiner was …“ – aus dieser simplen Erkenntnis begründet Cato ihren Impuls zum Handeln. Aufgewachsen in einem weltoffenen, liberalen Künstlerhaushalt konnte sie den Entwicklungen in Nazi-Deutschland nicht tatenlos gegenüberstehen. Über Freunde und Bekannte kam Cato in die Kreise der „Roten Kapelle“, wie die lose verbundene Gruppe von Widerstandskämpfern, von denen viele ihr Engagement mit dem Leben bezahlten, später von der Gestapo benannt wurde. Die Berliner Filmemacherin Dagmar Brendecke hat bereits einen Dokumentarfilm über das Schicksal von Cato Bontjes van Beek gedreht. In Weiterentwicklung dieser Arbeit entstand 2012 das Theaterstück „Fliegen will ich“, das die Zeit zwischen Catos Verhaftung im September 1942 und ihrer Hinrichtung knapp ein Jahr später beschreibt. Aus Verhörprotokollen, Briefen Catos an ihre Mutter sowie Gesprächen mit dem einstigen Zellennachbarn Rainer Küchenmeister gestaltete Dagmar Brendecke ein dichtes und bedrückendes Kammerspiel, das Cato zwischen Hoffnung und Verzweifeln, jedoch nie im Zweifeln an ihrem Tun zeigt. Die erfolgreiche Uraufführung des Stückes war im März 2012 an der Badischen Landesbühne Bruchsal zu sehen. „Geschuldet ist das vor allem Brendeckes starkem … Text. Facettenreich arbeitet sie anhand der Quellen die Figur der Cato Bontjes van Beek heraus. Vor der Kulisse einer bürokratisierten Vernichtungs-Mechanik findet sich das individuelle Schicksal engmaschig mit dem Kontext des rezeptionsgeschichtlich lange verkannten Widerstandsnetzwerkes verwoben“, schreibt nachkritik.de.