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Flüchtlinge

Profil

Autoren Alfian Bin Sa'at
Damen 2
Herren 2
Übersetzer Karen Witthuhn 
Aufführungsgeschichte DSE: Thalia Theater Hamburg, 13. Mai 2010 
Bereich Sprechtheater
Genre Schauspiel

Synopse

Familienstrukturen in Singapur. Kommunikationsstörungen und unausgesprochenes Verlangen, Beziehungen zwischen Liebe und Hass – Geschichten, die uns auf den ersten Blick scheinbar nah und doch faszinierend fremd erscheinen. Eingebettet in das klassische Familiengefüge einer chinesischen Zwei-Kind-Familie erzählt FLÜCHTLINGE von einer Welt, die geprägt ist von Vorurteilen, Generations- und Identitätskonflikten im ‚melting pot‘ Singapur. Hier trifft der Vater der Familie auf seinen ehemaligen malaysischen Angestellten Samad, der jetzt seine Firma leitet, während er selbst sich als Taxifahrer durchschlagen muss. Hier begegnet der Sohn der Familie dem muslimischen Jungen Zainal, aber dem Interesse aneinander stehen eine Reihe von Konflikten über Herkunft, Religion und gesellschaftliche Machtstrukturen im Weg. Hier leidet Ong Yun Fei unter Bevorzugung ihres Bruders in der Familie und versucht gemeinsam mit ihrer Freundin Yan Ling auf dem Flughafen Singapur Ruhe zu finden. Als sich Yan Ling in sie verliebt gerät auch diese Freundschaft ins Wanken. Alfian Bin Sa’ats Figuren suchen nach Wegen der Orientierung in der Metropole. Sie resignieren nicht, sie erproben vielmehr das Benennen und damit das Überwinden von Diskrepanzen. Eingerahmt von kraftvollen und poetischen Monologtexten fließen dabei die verschiedenen Handlungsstränge ineinander wie das wohlgeordnete Chaos auf einer sechsspurigen Autobahn. Alfian Bin Sa’at schreibt in FLÜCHTLINGE über seine Heimat Singapur. Im Konflikt zwischen ordnendem System und kreativer Individualität, zwischen Effizienz und Emotion, letztlich zwischen Modell und Leben, findet ebenso die „westliche“ Großstadtwelt ihr Spiegelbild.