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Depeche Mode

Profil

Autoren Serhij Zhadan
Bearbeiter Markus Bartl
Damen 1
Herren 6
Besetzungshinweis 26 Figuren 
Übersetzer Juri Durkot, Sabine Stöhr
Aufführungsgeschichte Uraufführung: 19.02.2010 Stadttheater Landshut  
Bereich Sprechtheater
Genre Schauspiel

Synopse

Vier Tage Zeit für eine an sich machbare Mission! Sie sollen Sascha Zündkerze finden, ihm die Nachricht vom Tod seines Stiefvaters übermitteln und ihn zu dessen Beerdigung bringen. Doch für die drei Freunde aus Charkiv – Dog Pawlow, Wasja Kommunist und den Ich-Erzähler Serhij – wird diese Suche zum absurden Streifzug in eine gegenstandslose Wirklichkeit. Kontinuierlich alkoholisiert und auf irgendwelchen Drogen irren die arbeitslosen jungen Männer durch stillgelegte Fabriken, treiben sich auf von Schmugglern bevölkerten Bahnhöfen herum, hängen in der Luxuswohnung eines Schwulen ab, hören militante Kirchenprediger und geraten in Konflikt mit korrupten Ordnungskräften. Eine Reise, die vor allem eines ist: die Konfrontation mit einem Land, das zwischen überlebten Ideologien und der Gier nach dem ganz großen Geld zerrissen wird. Als Serhij Zhadans Roman „Depeche Mode“ 2007 auf Deutsch erschien, jubelte die Kritik. „Was für ein Buch!“ schrieb die NZZ-Rezensentin Ilma Rakusa. Es sei ein „großer Wurf“, „himmeltraurig und urkomisch, hoffnungslos und tief poetisch, pechschwarz und von einer unbändigen, zornigen Kraft“, „zutiefst berührt“. Der Regisseur Markus Bartl hat aus dieser Vorlage eine kraftvolle und rasante Theaterfassung erstellt, die 2010 in Landshut uraufgeführt wurde. Ein Stoff, der auch 20 Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aktuell ist, weil er eine Situation beschreibt, in der sich auch gegenwärtig unzählige Menschen in gesellschaftlichen Umbruchssituationen wiederfinden.