Kontakt

ONLINE ANFRAGEN

+49 (0)30 31 01 44-42

theaterverlag@pegasus-medienverlag.de

Ausgeblendet

Profil

Autorin Maïssa Bey
Damen variabel
Herren variabel
Übersetzerin Christine Belakhdar
Bereich Sprechtheater
Genre Schauspiel

Synopse

Eine Zugfahrt nach Marseille wird eine Reise zur Wahrheit über den Algerienkrieg. Im Abteil konfrontiert sind ein älterer Franzose, eine Algerierin, die wegen des Bürgerkriegs in ihrer Heimat in Frankreich lebt, und ein junges Mädchen, Enkelin von Algerien-Franzosen, die ihr gegenüber den Unabhängigkeitskrieg stets totgeschwiegen haben. – Die Gespräche führen zurück ins Jahr 1957. Der Vater der Algerierin starb unter der Folter der Franzosen. Der ältere Herr diente damals als Rekrut am Ort dieser Grausamkeiten. Nach dem Krieg wurde dieser Teil der französischen Geschichte kollektiv ausgeblendet.
Doch die Tatsachen sind stärker, werden bedrängend.

– Sie mussten … einfach nur glauben, gehorchen und … kämpfen, nicht wahr?
– Natürlich … nun ja … nein, ich glaube nicht. Man verlangte von uns nur zu dienen, zu
gehorchen, aber …zu glauben … nein. So weit ging das nicht. Wir waren nicht da, um
darüber zu diskutieren. Wir taten unsere Pflicht, weiter nichts.
– Wollen Sie damit sagen, dass Sie nicht daran glaubten? Dass Sie nicht an diesen Krieg
geglaubt haben? An den Nutzen, an die Notwendigkeit dieses Krieges?
– Nein, das wollte ich damit nicht sagen. Nur, dass ich vorher nie in Algerien war.