Gärtnern im Kriegsgebiet
Profil
Synopse
Ein Ich-Erzähler namens Robinzon, Agrarökonom aus Georgien, verliert durch den Bruder Zaliko Haus und Hof der Eltern, die dieser ohne Wissen verkauft, um in den USA ein neues Leben zu beginnen. Gleichzeitig spitzt sich die politische Lage zu, das Dorf wird Teil eines Kriegsgebiets.
Robinzon kehrt dennoch zurück. Ohne Eigentum, ohne Anspruch, legt er auf herrenlosem Land einen Gemüsegarten an. Diese Handlung wird zu seiner einzigen Form von Zugehörigkeit, Sinn und Widerstand. Während Kampfhandlungen, Beschuss und Okkupation das Dorf treffen, verteidigt Robinzon nicht ein Haus, sondern seinen Garten. Der Garten wird Versorgungsort, Zuflucht, militärischer Stützpunkt und Identitätsanker.
Am Ende bleibt Robinzon im Kriegsgebiet, bewaffnet, schlafend zwischen Maispflanzen, in einem Zustand zwischen Verteidigung, Verzweiflung und Beharren.
