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Transfer

Profil

Autoren Usama Al Shahmani
Damen 1
Herren 3
Bereich Sprechtheater
Genre Schauspiel

Synopse

In einem Asylzentrum warten mehrere irakische Geflüchtete auf ihren sogenannten Transfer in eine andere Unterkunft. Der junge Medizinstudent Khalil leidet unter dem Stillstand des Wartens und der Angst vor erneuten Befragungen. Er ist aus Mosul geflohen, nachdem sein Vater ihn gezwungen hatte, sich einer Terrororganisation anzuschließen.

Der Straßenmusiker Masoud, älter und erfahrener, versucht, das Leben im Asylheim durch Musik, Humor und innere Distanz erträglich zu machen. Für ihn ist Migration ein Zustand der Selbstrettung, nicht der Schuld.

Die Jesidin Resan wird in einer zweiten Anhörung zu ihrer Flucht befragt. In einer langen, schonungslosen Befragung schildert sie ihre Verschleppung, Versklavung und Misshandlung durch eine Terrororganisation sowie ihre riskante Flucht. Die Befragung zwingt sie, ihr Trauma immer wieder neu zu durchleben.

Mit Abdul Khader, der sich später als Abu Mosab entpuppt, kommt ein Mann ins Asylheim, der selbst Teil einer Terrororganisation war. Khalil erkennt ihn als einen der Täter aus Mosul wieder. Masoud warnt davor, die Vergangenheit in den neuen Raum zu tragen.

Die Spannung eskaliert, als Khalil Abdul Khader offen konfrontiert und Resan verteidigt. Die verbale Bedrohung schlägt in körperliche Gewalt um. In einem Kampf tötet Khalil Abdul Khader mit dessen eigenem Messer.

Das Stück endet mit einer nüchternen Pressemitteilung über eine tödliche Auseinandersetzung zwischen zwei Asylbewerbern. Die individuellen Geschichten, Traumata und Verantwortlichkeiten verschwinden in einer anonymen Verwaltungslogik.