Sechs letzte Tage
Profil
Synopse
„Sechs Tage. Sechs endlos lange Tage haben wir gewartet, um an genau diesen Punkt zu kommen.“
Mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Stück Els darrers sis dies, ausgezeichnet mit dem Premi Ciutat de Sagunt de Teatre, erzählt Marta Barceló mit feinem Humor und großer Menschlichkeit von den letzten Tagen eines Lebens – und von den Menschen, die zurückbleiben. Ausgehend von einer persönlichen Erfahrung entstand ein ebenso berührender wie lebensnaher Theatertext über Familie, Fürsorge und das Loslassen.
Nachdem ihre an Alzheimer erkrankte Mutter palliativ sediert wurde, kehren die Geschwister Marina, Eva und Arnau in das Elternhaus zurück. Eigentlich soll es nur ein Abschied für ein oder zwei Tage werden. Doch aus Stunden werden sechs lange Tage des Wartens. Zwischen Nachtwachen, gemeinsamen Mahlzeiten und Vorbereitungen für eine Beerdigung, die immer wieder verschoben werden muss, treten alte Konflikte ebenso zutage wie Zuneigung, Erinnerungen und unerwartete Komik. Gleichzeitig wirft das Stück einen präzisen Blick auf Fragen von Pflege, Bürokratie und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Lebensende.
Mit großer Wärme verbindet Barceló existenzielle Fragen mit alltäglichen Situationen und zeigt, wie eng Trauer und Lachen beieinanderliegen. So entsteht ein ebenso zärtliches wie lebensbejahendes Familienporträt über das Abschiednehmen – und darüber, dass Loslassen manchmal die schwerste Form der Liebe ist.
Els darrers sis dies wurde 2025 als Koproduktion des Teatre Principal de Palma und El Somni Produccions uraufgeführt. In der Rezeption wurde besonders Barcelós Verbindung von Humor und Zärtlichkeit sowie ihr unpathetischer Blick auf Alter, Pflege und ein würdevolles Sterben hervorgehoben. Nach der Uraufführung wurde das Stück u. a. zum Festival Temporada Alta eingeladen.
