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Wien 1910 – Weltenbruch

Profil

Autoren Otho Eskin
Damen 1
Herren 6
Übersetzer Gundula Schiffer 
Bereich Sprechtheater
Genre Schauspiel

Synopse

Wien 1910 – im Zentrum Europas und am Anfang der fundamentalen Umbrüche des beginnenden Jahrhunderts. Noch steht die Österreich-Ungarische Monarchie unter Franz Joseph I., doch politisch-ideologisch wie auch in Wissenschaft und Kultur werden bereits neue Wege eingeschlagen. Sechs Personen, jeder von ihnen bestimmt, die Welt zu verändern, treffen in und um ein typisches Wiener Caféhaus aufeinander. Gustav Mahler – als Hofoperndirektor geehrt, als Komponist verkannt – steckt in einer anhaltenden Ehekrise und hofft bei Sigmund Freud auf Hilfe. Seine Frau Alma, der flüchtigen Idee einer schnellen Liebelei verfallen, kommt ins Gespräch mit einem groben Georgier, welcher sie für die kommunistische Weltrevolution gewinnen will. Später wird der Fremde namens Josef Stalin einem erfolglosen Landschaftsmaler mittels eines Schachspiels die Strategie der Kriegsführung erläutern und somit seinen zukünftigen Todfeind unterrichten. Auf der Suche nach einflussreichen und mächtigen Verbündeten hofft jener junge Künstler über Alma auf Einlass in das Haus Mahler. Doch weder bei ihr, noch bei seinem alten Mitschüler Ludwig hat er Erfolg. Der Industriellensohn Wittgenstein arbeitet bereits an den ersten Gedanken der ihn später weltberühmt machenden philosophischen Abhandlungen und kämpft zugleich gegen die Verlockungen des verbotenen nächtlichen Treibens auf den Praterwegen. Über allem jedoch steht ein erstarkender Antisemitismus, der nicht nur Freud und Mahler stark belastet, sondern auch Wittgenstein zu düsteren Zukunftsprognosen veranlasst. Der amerikanische Dramatiker Otho Eskin lässt in kluger und überraschender Weise charismatische Figuren der Kultur und Geschichte aufeinandertreffen. Einige von ihnen sind bereits auf dem Höhepunkt ihres Schaffens angelangt, andere werden erst in der Zukunft zu Bedeutung kommen. Und so weiß Freud auch nicht, dass er, indem er den jungen Künstler vor dem Freitod rettet, den Weg ebnet für eine bislang ungeahnte Wucht der Menschenverachtung und Weltzerstörung. Dennoch scheint dem Begründer der Psychoanalyse am Ende dieses fiktiven Tages eines klar: Das Böse in der Natur des Menschen existiert. Die New Yorker Uraufführung, nominiert in 13 Kategorien, gewann 7 der begehrten Preise des Midtown International Theatre Festivals, u.a. für das Beste Neue Stück.