Steffi Hensel studierte Theaterwissenschaften in Berlin und Liverpool. Seit 2004 schreibt sie Bühnentexte für das Sprech- und Musiktheater, die mehrfach ausgezeichnet und im deutschsprachigen Raum und international aufgeführt wurden. Neben dem Theater arbeitet sie als Drehbuchautorin und Dramaturgin.
Malika Mokeddem (5. Oktober 1949, Kenadsa, Algerien) ist eine algerische Schriftstellerin französischer Sprache und Ärztin. Sie zählt zu den wichtigsten weiblichen Stimmen der modernen frankophonen Literatur Nordafrikas und verbindet in ihren Werken Themen wie Nomadismus, Identität und weibliche Selbstbestimmung.
Nassira Belloula (geboren am 13. Februar 1961 in Batna, Algerien) ist eine algerisch-kanadische Romanautorin, Essayistin, Lyrikerin und Journalistin. Ihre literarische Arbeit behandelt häufig Themen wie Erinnerung, weibliche Identität und gesellschaftliche Emanzipation, was ihr internationale Anerkennung eingebracht hat.
Abdelhak Serhane gehört zu den wichtigen Stimmen der modernen marokkanischen Literatur. Er schreibt überwiegend auf Französisch und setzt sich in seinen Werken wiederkehrend mit Kolonialgeschichte, patriarchalen Machtstrukturen, religiöser Autorität, Gewalt und Bildung auseinander.
Serhane war viele Jahre als Dozent für französische Literatur an der Universität tätig. Seine akademische Arbeit und sein literarisches Schreiben sind eng miteinander verbunden, insbesondere im Hinblick auf Fragen von Sprache als Machtinstrument und als Mittel der Emanzipation.
Rakhymzhan Otarbayev wurde am 19. Oktober 1956 in Kurmanghazy in der westkasachischen Region Atyrau geboren und studierte bis 1977 am Pädagogischen Institut Ural. Er arbeitete als Journalist, Lehrer für kasachische Sprache und Literatur, Redakteur beim Fernseh- und Rundfunkkomitee und den Journalen »Kasachische Literatur« und »Zhalyn« sowie als Attaché in Kyrgyzstan. Danach war er in der Präsidialverwaltung und als Generaldirektor der Akademischen Nationalbibliothek in Astana tätig. Zuletzt war er künstlerischer Leiter des Dramatischen Theaters Atyrau. Er schrieb Romane, Erzählungen und vielgespielte Theaterstücke, vorwiegend zu historischen und zeitgeschichtlichen Themen. Eine Auswahl seiner Erzählungen wurde ins Russische und Chinesische übersetzt, einzelne Geschichten ins Türkische, Arabische, Französische, Italienische und Bulgarische. Sein Roman »Der Schädel« erschien 2020 in deutscher Sprache. Für seine Arbeiten erhielt er verschiedene Auszeichnungen, u.a. den Preis der Internationalen Tschingis-Aitmatow-Stiftung. Im Januar 2017 war er Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin. Er verstarb unerwartet am 17. Februar 2018 an einem Herzversagen.
William McNeice hat in Nordirland, Republik Irland, Deutschland, Tschechien und Spanien gearbeitet, (Musik)Theater- und Filmerfahrung gemacht. In Madrid schrieb und inszenierte er SUPERGATOS, ein Mikrotheaterstück, das am Microteatro For Dinero aufgeführt wurde. 2019 schrieb er eine Reihe von Gedichten für das Stück THREE CATASTROPHES I HAPPILY SURVIVED, das bei der Prager Quadriennale aufgeführt wurde. In Berlin entwarf er das Bühnenbild für LE NOZZE DI FIGARO (Berlin International Opera) und war Assistent für STADT DER HUNDE – EINE HUNDEOPER an der Neuköllner Oper.
Er hat mehrere Stipendien und Preise erhalten, darunter die Lord Howard de Walden Perpetual Trophy bei den British One-Act Finals 2007, den Drama Circle Theatre Trust Grant für finanzielle Unterstützung 2007 und den SGAE Theaterübersetzungs-Award 2019. Sein Stück erreichte das Halbfinale des B Street Theatre Festival for New Writing 2019 und die zweite Runde des Austin Film Festival 2019, wobei er sich gegen über fünfhundert andere Stücke durchsetzte.
William McNeice begann seine Theaterarbeit in Nordirland als freiberuflicher Techniker, bevor er zum Bühnenbild- und Beleuchtungsdesign und schließlich zum Schreiben und zur Regie überging.
Geboren in Tafraout/Marokko 1941 lebte Mohammed Khaïr-Eddine von 1965 bis 1979 in Paris. 1995 verstarb er in Rabbat/Marokko. 1973 erschien LE DÉTERREUR bei den Éditions du Seuil.
Seine Werke sind flammende, ebenso surreale wie präzise Anklagen eines kolonialistischen Europa – getragen von Erzähler-Figuren, die jene Bilder „des Wilden“ und „Kannibalen“ polemisch und obsessiv am eigenen Leibe durchexerzieren: Der Erzähler in DER AUSGRÄBER hat in den Kohleminen Frankreichs geschuftet, gräbt sich Höhlen in den Schutthalden der Welt und verbindet mit Tunnelsystemen die Szenerien seinens Anti-Kosmos: Zwischen buchstäblichem Leichenschmaus, Leben in den Arbeiter-Slums/-Banlieues und (alb-)traumhaftem Zoobesuch entsteht ein „Weltbild“, das allen „Völkerschauen“ und Exotismus-Vorlieben des „Abendlandes“ endlich das Wasser abgräbt.
Metin Kaçan wurde 1961 in Kayseri geboren. Im gleichen Jahr zog die Familie nach Istanbul, wo der Vater einen Friseursalon eröffnete. Kaçan arbeitete als Autoschlosser, Zimmermann und Blechschmied und gründete im Alter von 16 Jahren seine eigene Gang. Nachdem die letzten Mitglieder seiner Gang getötet worden waren, begann er mit dem Schreiben. Sein literarisches Debüt gab er 1988 mit Kurzgeschichten in der Zeitschrift „Mizah“. Sein erster Roman „Cholera Blues“ (Ağır Roman) erschien 1990 und avancierte in der Türkei zum Bestseller. Er veröffentlichte weitere Kurzgeschichten und 1997 den Roman ¬„Haselnuss 8“ („Fındık Sekiz“). Am 6. Januar 2013 sprang er von einer Brücke in den Tod.
Tamri Fkhakadze, geboren am 28. Juli 1957 in Tbilisi,studierte an der Philologischen Fakultät der Staatlichen Universität. Ab 1980 arbeitete sie bis 2006 am Shota-Rustaveli-Institut für Georgische Literatur in der Abteilung für Alte Georgische Literatur und promovierte über den Dichter Davit Chlokshvili (1735 – 1810). Ihre ersten Kurzgeschichten wurden 2001 publiziert. Tamri Fkhakadze schreibt darüber hinaus Erzählungen und Stücke für Kinder, sie war ab 1997 Mitherausgeberin des Kindermagazins »Kokrochina«, schrieb für das Fernsehen die Szenarien zu einer Seifenoper sowie Texte für Fernsehfilme und eine Comedy Show, für die Kinderseite einer Tageszeitung Humorkolumnen und war Autorin und Mitglied der Chefredaktion des Satiremagazins »Niangi«. Ihre Stücke werden regelmäßig in Schulen und Jugentheatern aufgeführt. Bislang veröffentlichte sie zwölf Kinderbücher, mehrere Erzählbände, in Anthologien und Literaturmagazinen. Derzeit arbeitet sie an ihrem vierten Roman. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem SABA-Literaturpreis 2004 für das beste Debüt, für »Gärtnern im Kriegsgebiet« 2005 mit dem Palitra-Literaturpreis. 2015 war sie für den Internationalen Astrid-Lindgren-Preis für die Förderung der Kinder- und Jugendliteratur nominiert. Eine Verfilmung von »Gärtnern im Kriegsgebiet« ist in Vorbereitung.
Youssouf Amine Elalamy wurde 1961 im marokkanischen Larache geboren und lebt in Rabat. Er promovierte im Fach Kommunikations-wissenschaften und veröffentlichte im In- und Ausland zahlreiche Artikel zu Kunst, Fotografie, Mode und Werbung. 1991 ging er mit einem Fulbright-Stipendium nach New York und kehrte drei Jahre später in sein Heimatland zurück. Hier lehrt er als Professor für Stilistik, Kommunikation und Medien an der Ibn-Tofaï-Universität in Kenitra.