Serhij Zhadan
Posted on by Björn SenfftlebenBiographie
Serhij Zhadan, 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw.
Serhij Zhadan, 1974 im Gebiet Luhansk/Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der jungen Szene in Charkiw.
Jürgen Zielinski begann in Dortmund für das Kinder- und Jugendtheater zu arbeiten. Er wollte die jungen Menschen aufklären und mit der Wirklichkeit konfrontieren. Eigentlich war Zielinski als Hausautor und Dramaturg eingestellt worden, inszenierte die von ihm geschriebenen Stücke dann kurzerhand selbst. In den folgenden Jahren arbeitete Zielinski in Göttingen und Tübingen, am Goethe-Institut und anschließend im Jugendtheater auf Kampnagel in Hamburg. Heute hat Jürgen Zielinski bereits über 70 Inszenierungen gemeistert und bedient sich mit großem Geschick an verschiedenen Tempi, Intensitäten und Handschriften. Zielinski holt sich Inspiration im Gespräch und Austausch mit anderen Kinder- und Jugendtheatermachern im europäischen Netzwerk. Inszeniert hat er Stücke wie „Woyzeck“ von Georg Büchner, „Die Speckpferde“ von Per Lysander oder „Robinson& Crusoe“ von Nino D’Introna und Giacomo Ravicchio. Aktuell ist Jürgen Zielinski im Theater der Jungen Welt in Leipzig tätig.
Przemysław Zybowski (*1976) wurde in Łódź, Polen geboren. Seit 1985 lebt er in Deutschland. Nach seiner Promotion im Fach Medizin und Anstellung als Facharzt in psychiatrischen Kliniken arbeitete er als Regieassistent und -hospitan an renommierten Theatern und hatte vereinzelte Auftritte als Schauspieler (u. a. in Jürgen Goschs Inszenierung von Tschechows „Die Möwe“). 2009 war er für den JMR Lenz-Preis für Dramatik der Stadt Jena nominiert. Sein Stück „Hosianna“ – in Zusammenarbeit mit Johannes Wenzel – wurde am Schauspielhaus Hamburg aufgeführt. In Koproduktion Hamburger Schauspielhaus/Ballhaus Ost (Berlin) wurde „ROM – Die lange Heimkehr in den Westen“ 2013 in Berlin uraufgeführt. Mit seinem Roman „Das pinke Hochzeitsbuch“ (Luchterhand, 2022) rückt der Autor derzeit wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit. Am 15.9.2022 las Corinna Harfouch anlässlich der Buchpremiere im Deutschen Theater aus diesem Werk, an dem Przemek Zybowski seit 2007 gearbeitet hat und das, wie sein Bühnenwerk, auch von eigenen Erfahrungen grundiert ist: Als der Kriegszustand in Polen 1984 endet von den Eltern in Polen zurückgelassen werden. Als eine Art „Pfand“ für die Machthaber.
„Rom – Die lange Heimkehr in den Westen“ (2013) wirft mit einer ganz eigenen Dramaturgie Blicke auf den so genannten „Westen“: Wie Menschen in Polen, diesem von (Möchtegern-)Großmächten immer wieder zerrissenen, 1939 von Deutschland überfallenen Land befremdet auf Deutschland und Sowjetunion/Russland blicken, mag dabei helfen, Länder wie Polen, die Ukraine, Litauen, Estland und Lettland besser wahrzunehmen und die „Sowjetunion/Warschauer Pakt“-Pauschalierung hinter sich zu lassen.