James Ryan

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Morrie Ryskind

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George Sand

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Rodolfo Santana (1944-2012)

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Annelore Sarbach

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Alberto Savinio

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Jonathan Sayer

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Giuliano Scabia (1935-2021)

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Giuliano Scabia (1935-2021) war ein Protagonist der europäischen Theater-Avantgarden der 1960er und 1970er Jahre. „Protagonist“ im Sinne eines Ermöglichers inmitten eines großen, vielfältigen Teams: Gemeinsam mit Luigi Nono erkundete er Anfang der 60er Jahre die Lage der Fabrikarbeiter – daraus entstand „La Fabbrica Illuminata“. „Form“ interessierte ihn im Sinne permanenter Transformation – das verband ihn nach eigener Aussage mit der musikalischen Avantgarde, wie sie sich u.a. in den Darmstädter Ferienkursen manifestierte. Szenen und Bilder für Situationen erfanden Menschen im Zusammenspiel mit Scabia. Die Patient*innen einer psychiatrischen Klinik in Triest zeichneten ein Pferd, das täglich für den Wäschetransport in der Klinik eingesetzt wurde – gemeinsam schufen sie diesem „Pferd“ Räume inmitten des Lebens: „Es entstehen konkrete Bilder von den Erfahrungen, die wir (Kranke, Ärzte, Pfleger, Künstler, Studenten usw.) mit dem Pferd aus Holz und Pappmaché gesammelt haben. Es ist nicht länger nötig, auf Metaphern zurückzugreifen, weil wir uns selbst in der Metapher eingenistet haben.“ (Giuliano Scabia, Marco Cavallo)
Vor diesem Hintergrund und unter dem Eindruck der „Grenzen des Wachstums“ (Club of Rome, 1972) und der „Ölkrise“ (ab 1973), die auch als „Rohstoffkrise“ diskutiert wurde, dürfte Scabia 1973 „Fantastica Visione“ („Phantastische Vision“) verfasst haben: Das Fleisch wird knapp, eine Viehseuche rafft die Tierbestände in Windeseile dahin. Eine „Stadt im Norden“ ist, wie eine mittelalterliche Stadt von Festungsmauern, von gigantischen Müll-/Schrott-Deponien umringt und die  „Menschheit“ darin hat ihren Fleischkonsum derart fetischisiert, dass sie nicht bemerkt, wie sie sich sich selbst verspeist: Der Schlachter – preisgekrönter Meister seines Fachs – kredenzt ein gigantisches, geruchsfreies und immer weißeres Fleischsortiment. Vater (auch: Schlachter) und Mutter bemerken nicht, das ihr Sohn nicht mehr im Koma liegt sondern bereits servierfertig ist. Die „Schrott-Geister“, so der Mythos in diesem Biedermeier-Brutal-Barock, hatten ihn schlimm zugerichtet. Die Menschen machen den Müll, den sie selbst produzieren, zum bösen Dämon, der ihr Leben eigenmächtig bedroht …
Scabia entwirft hier eine Art „Welttheater“, das in Sprache und Bildern aus dem Fundus einer sich selbst erschöpfenden, ausbeutenden Gesellschaft schöpft -eine „kannibalistische Metaphysik“.

René Schack

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Herbert Schäfer

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Biographie

Herbert Schäfer, geboren 1956 in Niedersachsen, arbeitet seit 1986 als Bühnenbildner, Autor, Übersetzer, Regisseur und Dramaturg. Letzte Arbeiten als Bühnenbildner für die Oper waren unter anderem Peter Ruzickas „Hölderlin. Eine Expedition“ (Staatsoper Unter den Linden, Berlin), Cherubinis „Médée“ (Theater an der Wien), im Schauspiel unter anderem Strindbergs „Der Vater“ (Schauspielhaus Köln), Mnouchkines „Mephisto“ (Volkstheater, Wien), Goethes „Faust 1 und 2“ (Bad Hersfelder Festspiele). Er inszenierte unter anderem Paul Rudnicks „Jeffrey“ (DSE, Schauspielhaus Köln), Manuel Puigs „Kuss der Spinnenfrau“ (Schauspielhaus Köln) und Charles Ludlams „Das Geheimnis der Irma Vep“. Die Dramatisierung der „Odyssee“ entstand 2009 und wurde bei den Bad Hersfelder Festspielen im eigenen Bühnenbild uraufgeführt.