Klaus Adam wurde von seinem enthusiastischen Deutschlehrer zum Schauspiel gebracht, studierte nach dem Abitur an der staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover Schauspiel und Regie. Klaus Adam reist mit seinem Soloprogramm als Geschichtenerzähler durch Deutschland und das deutschsprachige Ausland, schreibt und produziert Hörfunksendungen für Radio Bremen und produziert kleine Hörfilme und Minimovies für Kinder.
Anthony Akerman ist ein südafrikanischer Autor und Drehbuchautor, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit den politischen, sozialen und psychologischen Nachwirkungen der Apartheid auseinandersetzt. Aufgewachsen in Südafrika, prägen Fragen von Schuld, Verantwortung, Macht und moralischer Ambivalenz sein literarisches und dramaturgisches Schaffen.
Akerman ist insbesondere für seine Romane bekannt, in denen individuelle Lebensgeschichten vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche erzählt werden. Sein Stil ist präzise, analytisch und von großer innerer Spannung getragen. Neben seiner literarischen Arbeit schreibt er erfolgreich für Film und Fernsehen, wodurch seine Stoffe eine zusätzliche narrative Verdichtung und visuelle Kraft gewinnen. Sein Werk steht exemplarisch für eine zeitgenössische südafrikanische Literatur, die politische Geschichte und persönliche Erfahrung eng miteinander verwebt.
1954 geboren im Irak, wuchs Husayn al-Mawzāniyy (حسين الموزاني) in Bagdad auf. Nach seinem Schulabschluss verließ er aus politischen Gründen das Land und ging in den Libanon. In Beirut arbeitete Al-Mozany zwei Jahre als Redakteur für eine arabische Zeitung, bevor er 1980 nach Deutschland übersiedelte. In Münster und Kairo studierte er Islamwissenschaften, Arabistik, Germanistik und Publizistik.
Al-Mozany lebte als freiberuflicher Schriftsteller, Übersetzer und Journalist in Köln. Er war Mitbegründer der Literaturzeitschriften „Uyun“ (Beirut) und „Mesopotamien“ (Genf) und gewann 2003 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. „Klara und Abbas“ war sein erstes Theaterstück. 2016 verstarb der Autor in Berlin.
Martin Algus (*1973) ist zurzeit der erfolgreichste Theaterautor Estlands.
Seine Debütstücke »Janu« (Ü: Durst) und »Ise oled!« (Ü: Du bist!) erhielten die beiden ersten Preise der New Drama Competition 2007; mit »Postmodernsed leibkonnad« (Ü: Postmoderne Haushalte) konnte er diesen Erfolg 2009 wiederholen.
»Kontakt« gewann 2011 den Wettbewerb New Baltic Drama, verbunden mit einer internationalen Premiere in Finnland.
Algus arbeitete auch lange als Schauspieler und übersetzte mehr als 25 Stücke aus dem Englischen und Russischen.
Christine Anlauff ist 1971 in Potsdam geboren, wo sie später Archäologie, Geschichte und Literaturwissenschaften studiert und bis heute mit ihrer Familie und den vier Kindern lebt.
Anlauff nimmt an verschiedenen Literaturwettbewerben teil. Nachdem ihre ersten Kurzgeschichten prämiert worden waren, entschliesst sie sich 2005 ihren Debütroman „Good morning, Lehnitz“ zu veröffentlichen. Es folgen zahlreiche Prosatexte und Texte für das Radio. Nach Anfrage des Hans-Otto-Theater schreibt Anlauff ihr erstes Kinderstück, welches dort auch Uraufführung feiert.
Thomas Anzenhofer ist ein österreichischer Dramatiker, dessen Arbeiten sich durch eine präzise Sprache, formale Klarheit und einen scharfen Blick auf gesellschaftliche Machtverhältnisse auszeichnen. Seine Stücke entstehen häufig aus intensiver Recherche und zeichnen sich durch eine hohe strukturelle Disziplin sowie psychologische Genauigkeit aus.
Im Zentrum von Anzenhofers Werk stehen soziale Dynamiken, politische Verantwortung und individuelle Verstrickungen innerhalb größerer Systeme. Dabei verbindet er zeitgenössische Themen mit klassisch-dramaturgischen Formen und schafft Texte, die gleichermaßen analytisch wie spannungsreich sind.
Michel Azama ist ein französischer Dramatiker und Theaterautor, der seit den 1980er Jahren zu den markanten Stimmen des zeitgenössischen französischen Theaters zählt. Geboren 1947 in der Nähe von Perpignan, arbeitete er zunächst als Lehrer, bevor er sich vollständig dem Schreiben und der Theaterarbeit widmete.
Azamas Werk zeichnet sich durch eine klare, oft reduzierte Sprache und eine starke gesellschaftliche Verankerung aus. Im Zentrum stehen Menschen in Ausnahmesituationen, soziale Bruchlinien, Migration, Machtverhältnisse und Fragen von Identität. Seine Stücke verbinden politische Wachheit mit poetischer Präzision und sind international gespielt sowie vielfach ins Deutsche übersetzt. Azama steht für ein engagiertes Gegenwartstheater, das Realität nicht abbildet, sondern zuspitzt und zur Auseinandersetzung zwingt.
Maarten Bakker ist ein niederländischer Schauspieler, Regisseur und Dramatiker.
Er hat an der Toneelacademie Maastricht studiert und arbeitet sowohl für das Kinder- und Jugendtheater wie auch für das Erwachsenentheater. Zudem gibt er als Dozent Theaterkurse für Kinder und Jugendliche.
Jutka T. Emöke Barabás ist eine in Rumänien geborene, ungarischsprachige Autorin und Dramatikerin, deren Arbeiten sich an der Schnittstelle von Literatur, Theater und gesellschaftlicher Analyse bewegen. Ihre Biografie ist geprägt von kulturellen Übergängen, Mehrsprachigkeit und dem Leben zwischen unterschiedlichen politischen und sozialen Realitäten, die ihr Schreiben nachhaltig beeinflussen.
Im Zentrum ihres Werks stehen Fragen von Identität, Zugehörigkeit, Macht und Ausgrenzung, häufig erzählt aus weiblicher Perspektive. Barabás verbindet eine klare, oft reduzierte Sprache mit großer emotionaler Dichte und politischer Schärfe. Ihre Texte zeichnen sich durch präzise Figurenarbeit und eine hohe zeitgenössische Relevanz aus und positionieren sie als eigenständige Stimme des osteuropäischen Gegenwartsdramas.
Markus Bartl wurde 1966 in Heidelberg geboren. Von 1987 bis 1991 studierte er am Max-Reinhardt-Seminar in Wien Darstellende Kunst, und schloss sein Studium als Magister ab.
Ab 1990 folgten Engagements als Schauspieler. u.a. am Burgtheater, am Staatstheater Braunschweig, an den Hamburger Kammerspielen, auf Kampnagel und am Jungen Theater Göttingen.
Von 2005 bis 2013 war er Oberspielleiter am Landestheater Niederbayern. Dort entstanden überregional beachtete Inszenierungen, u.a. „Cabaret“ von John Kander und Fred Ebb, „Jagdszenen aus Niederbayern“ von Martin Sperr, Shakespears „Macbeth“ und Lucy Prebbles „Enron“ (eingeladen zu den Bayerischen Theatertagen 2012 in Augsburg). Für die Inszenierung von „Wiener Blut“ erhielt er den ersten „Operettenfrosch“ (Preis von BR Klassik). Seine Romanbearbeitung „Depeche Mode“ nach Serhij Zhadan wurde 2010 am Landestheater Niederbayern (Landshut/Passau) uraufgeführt. 2015 erfolgte in Zusammenarbeit mit dem GI Kiew die ukrainischer Erstaufführung von „Depeche Mode“ mit dem Ensemble des Kinder- und Jugendtheaters in Charkiw (TUZ). Es folgte eine Tournee der Produktion durch die Ukraine.
Seit 2013 arbeitet Markus Bartl als freier Regisseur an der WLB in Esslingen, am Theater in Kempten, Salzburg, Landshut, Passau und Regensburg.
Seine Inszenierung der UA von „Good Bye Lenin“ an der WLB wurde für das Theatertreffen bei Nachtkritik unter die 10 sehenswertesten Produktionen des Jahres 2021 gewählt.
Bartl ist Dozent für Regie und Rollengestaltung an der ADK Bayern.